07 WORDS OF WISDOM

HI-HI-HILFE!

So besonders originell ist mein Bassbauprojekt ja nicht. Ich befinde mich damit in durchaus vielfältiger und guter Gesellschaft. Außerdem gibt es auch in Münster Profis, die sich mit sowas auskennen.

Online gibt es zum Beispiel das Forum GitarreBassBau.de – mit einem eigenen Forum zum Thema E-Bässe. Da kann man Fragen stellen & Projekte vorstellen und findet offenbar allseits guten Rat. Wobei ich beim Lesen an solchen Stellen ins Grübeln über mein Projekt komme, wo sich zum Beispiel ein Anfänger-Bassbauer so vorstellt: „Ich bin 55, Energieanlagenelektroniker, Hobbyschreiner“ – und ihm steht neben „reichlich“ Werkzeug unter anderem auch eine komplette Schreinerei für sein Projekt zur Verfügung. Toll!

Was sollte ich da schreiben? „Ich bin 46, Werbetexter, handwerklicher Vollpfosten und besitze außer Hammer und Schraubendreher kaum vernünftiges Werkzeug“ – klingt vielversprechend, oder?

Tja. Alle bisherigen Um- und Ausbauprojekte für meine Gitarren und Bässe habe ich von erfahrenen Freunden oder Profis machen lassen. Schon damals, Ende der 80er, als ich meinen ersten Bass mit einer neuen Elektrik von Rockinger habe ausstatten lassen. Mit einem Rockinger Bass-Frog – kennt den noch jemand? 😉

I’m sorry, Dave. I’m afraid I can’t do that.

In den letzten Jahren hat vor allem David Jordan alias Dave Sustain alias Sound Ranger meine Gitarren und Bässe betreut und diverse feine Umbauten und Wartungsarbeiten erledigt. Zu meiner vollsten Zufriedenheit. Zum Beispiel hat er meinen Fender MIJ Foto Flame Jazz Bass mit edlen Bartolinis ausgestattet. So dass er nun so klingt:

Dave, der seine Gitarrenwerkstatt in Münster in Kooperation mit Helliver (der leider immer noch keine Bässe baut) betreibt, gab mir folgende grundlegende Tipps für mein Bassbauprojekt mit auf den Weg:

Hals und Korpus sollten möglichst vollflächigen, engen Kontakt haben. Also sollte die Halsfräsung im Korpus möglichst gut an den Hals angepasst sein. Soweit ich weiß, wurde das bei der Herstellung meiner Bauteile bei BassLine sichergestellt – der Body wurde passgenau für den Hals hergestellt. Check!

Auch Brücke und Korpus sollten möglichst vollflächigen, knackigen Kontakt haben. Zu diesem Zweck hatte Dave meinem Jazz Bass sogar zwei zusätzliche Befestigungsschrauben gegönnt. Bei der Göldo-Bridge müssen die vorgesehenen Schrauben erstmal reichen, denke ich.

Die Steckverbindungen meiner ausgewählten Elektrik sieht er eher als Zwischenlösung. Langfristig sei es besser, die Kontakte zu löten. OK, das kann ich mir für später vornehmen. Oder es von ihm machen lassen. 😉

Dave sagt, die Vorbohrungen, die ich von BassLine für den Korpus habe machen lassen, seien eine gute Sache. Vor allem für die Brücke, denn hier kommt es auf Millimeter an. Oder sogar auf halbe Millimeter. Denn schon ein leicht verzogener Winkel hat bei einer Long Scale-Mensur natürlich starke Auswirkungen. Ich gehe davon aus, dass da bei meinem Set alles sauber ist.

„Hey! Ho! Let’s go!“

Für mich ist es beruhigend zu wissen, dass mir mit Dave in Münster ein erfahrener Gitarrentechniker zur Verfügung steht, der etwaige Probleme meines Bassbauprojekts während oder nach der Aktion beheben kann.

Und nicht nur er: Falls zum Beispiel die Bünde des Basshalses noch mal abgerichtet werden müssen, was durchaus sein kann, könnte ich das wohl auch von Helliver-Oliver machen lassen. Wenn er denn Zeit hat. Momentan scheint sich da ja irgendwas Neues anzukündigen, bin gespannt.

Und dann gibt es in Münster ja auch noch Ernie Rissmann mit seiner Gitarrenwerkstatt, der ebenfalls alle möglichen Servicearbeiten ausführt.

Dann fange ich wohl einfach mal an! 

 

 

 

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