72 BASS TO THE FUTURE (Teil 1)

”Nobody calls me chicken!”
Die Musik Produktiv Hausmesse 2018

Endlich komme ich dazu, meinen Bericht über die Hausmesse 2018 bei Musik Produktiv in Ibbenbüren zu schreiben. Von der Messe 2017 war ich ja recht begeistert gewesen. Und wie war’s diesmal?

Am 10. November 2018 holte mich mein Bandkollege Norbert morgens ab und wir fuhren durch strömenden Regen von Münster nach Laggenbeck / Ibbenbüren. Ist ja nicht weit. Und wir waren sogar früh genug da, um einen Parkplatz direkt im Gewerbegebiet zu bekommen – es sind ja auch etliche PKW-Stellplätze weiter weg drumherum verfügbar, die dann von einem Shuttle-Bus abgefahren werden. Service rundum.

2017 war ich ja mit Harald und seiner Freundin Diana bei der Messe gewesen. Insofern war mir beim Eintritt in die großen Messezelte schon etwas traurig zumute … Netterweise hatte mir Diana dieses Jahr zwei Freikarten für die Messe vorbeigebracht, die sie übrig hatte. Also schon mal 2 x 8,- Euro gespart. Danke, Diana! 😉

Aber der Eintrittspreis ist fair. Messebesucher bekommen viel geboten; die Liste der Aussteller ist lang und vor allem Gitarristen kommen da voll auf ihre Kosten. Und schon direkt hinter dem Eingang erwartete uns das erste Highlight: Ein ”echter” Back-to-the-Future-DeLorean. Mit Fluxkompensator. Und Marty McFly auf dem Beifahrersitz. Tja – keine Angst, gleich reingesetzt und in die Kamera gelächelt:

”Why do you keep calling me Calvin?”

Marty sah etwas geschockt aus, er rührte sich die ganze Zeit überhaupt nicht. Aber vielleicht hatte ich einfach das falsche Jahr eingestellt?

Marty McFly: Wait a minute. Wait a minute Doc, uh, are you telling me you built a time machine … out of a DeLorean?
Doc: The way I see it, if you’re going to build a time machine into a car, why not do it with some style?

Die Aktion von YAMAHA Deutschland war ja eigentlich ganz nett. Man musste sich nur im DeLorean fotografieren lassen – und bekam dafür einen 25,- Euro Gutschein für den Kauf von Yamaha-Produkten. Dass dieser Gutschein aber erst ab einem Einkaufswert von 250,- Euro galt, stand auf der Rückseite des Fotos in so kleiner Schrift, dass ich es erst beim dritten Versuch lesen konnte. Liegt bestimmt an meinen Augen. Hm. Ein allgemeiner Einkaufsgutschein über 10 Prozent hätte Yamaha wahrscheinlich mehr Umsatz beschert, denke ich.

Aber weil die Fotoaktion so liebevoll gestaltet war, will ich mal nicht groß meckern. Und wir mussten ja auch weiter. Gab ja noch mehr zu gucken auf der Messe.

Roads? Where we going we don’t need roads.”

Das Ausstellerverzeichnis und das Programm der Messe waren wieder beeindruckend umfangreich. Mich interessierten natürlich hauptsächlich Bässe und so. Überraschung! 😉

Norbert und ich waren mit seinem großen Bulli angereist, hätten also reichlich Platz für Gitarren, Bässe, Verstärker und Boxen gehabt. Aber davon haben wir ja auch schon reichlich zu Hause. Und im Bandraum. Und überhaupt: Ist so eine Messe ein guter Ort, um ein Instrument zu kaufen? Dazu später mehr …

Messe, Bässe, Currywurst.

Wir waren ja schon recht früh am Vormittag da – nicht gerade die beste Zeit für Rock’n’Roll. Also war es auf der Messe noch erfreulich übersichtlich. Das Herumschlendern war angenehm, die Messestände waren noch nicht überlaufen. Sehr schöne Bässe gab’s bei Ibanez zu sehen, aber natürlich auch bei Fender. Mein persönliches Ziel war allerdings wieder Marleaux.

Mit Gerald Marleaux hatte ich mich 2017 auf der Messe etwas länger (und lauter) unterhalten. Da war sein Messestand direkt gegenüber vom Gibson-Stand platziert gewesen. Was bedeutete, dass man sich anschreien musste, wenn man sich was erzählen wollte. Dieses Jahr war Gibson gar nicht auf der Messe. Warum wohl?

Gerald erinnerte sich auch an mich und wir tauschten uns kurz über die Marleaux-Neuheiten aus. Er hatte einen sehr schönen Votan Shortcale-Viersaiter dabei, über den in der Gitarre&Bass auch bereits ein Test zu lesen war.

Und den nahm ich mir dann mal vor. Über einen EICH-Amp. Traum-Kombi!

Stars & Stripes …

Das Spielgefühl war auf den ersten Griff super – die kurze Mensur, die sanftere Saitenspannung, der kleine Korpus und das angenehme Shaping überzeugten mich mit jeder Note mehr. Kein Wunder, der ganze (passive) Bass vermittelt eben das klassische Preci-Gefühl – nur eben auf Marleaux-Art. Rundum hochwertig, perfekt verarbeitet und bis ins Detail harmonisch … darf ich ”komponiert” sagen? Klar darf ich, ist ja mein Blog.

Ich gab Gerald ein kurzes, begeistertes Feedback und versprach, später noch mal wiederzukommen und auch die anderen Bass-Schätze anzuspielen. Guter Plan! Außerdem wollten wir ja noch weiterschauen und mittags was essen. (Warum gibt’s eigentlich bei solchen Events IMMER hauptsächlich Pommes und Currywurst?)

Und was passierte dann? Warum scheiterte der gute Plan u. a. an dieser Dame, die sich direkt um die Ecke vom Marleaux-Messestand als würdige Vertretung von Gibson einen ganz besonderen Platz in unseren Gehörgängen eroberte? Und welchen Bass-Promi habe ich dann noch getroffen und gesprochen (laut!) und beim Bass-Spielen bewundert? Und warum spiele ich bei solchen Gelegenheiten selbst immer so eine Grütze zusammen? Habe ich überhaupt noch was gespielt? Oder mich nicht getraut? War ich etwa doch ein ”chicken”?

Selbstverständlich lest ihr all das und noch viel mehr im nächsten, zweiten Teil meines Messeberichts. Vielleicht sogar noch dieses Jahr – stay tuned!

Aber Obacht! Jetzt kommt noch was – ein PS!

PS: That’s so tweet of you!

Immer, wenn ich zwischendurch mal denke: Für wen und warum schreibe ich das hier überhaupt alles? – Dann flattert mir etwas Nettes, Schönes, Schmeichelndes ins Haus. Zum Beispiel das hier:

https://twitter.com/iphaty/status/1075005733190725632

Warum Tweets in WordPress manchmal aufgelöst und manchmal nur als Link angezeigt werden, ist mir ein ewiges Rätsel …

Große Freude! Vielen herzlichen Dank, @iphaty. Übrigens hat unser Austausch dazu geführt, dass ich ein paar Blog-Funktionen überprüft und geupdatet habe – zum Beispiel kann man #timschraubtbass jetzt auch per E-Mail abonnieren. Einfach mal rechts in die Seitenleiste unter die Monatsübersicht schauen. Gefunden? Dann einfach E-Mail-Adresse eintragen und abschicken – fertig ist das Bass-Abo! @iphaty ist schon dabei und hat’s bisher nicht bereut. Oder? 😉

Was mich an solchen Geschichten immer wieder besonders freut: Die motivieren nicht nur, sie führen auch immer irgendwohin weiter. Im Falle von @iphaty zu einem netten persönlichen Kontakt zu einem begeisterten Bass-Kollegen. Der wiederum persönlichen Kontakt zu einem berühmten Bassbauer hat. Kleine Bass-Welt! Wer das ist und was daraus wird, sehen wir dann vielleicht 2019 …

2 Antworten auf „72 BASS TO THE FUTURE (Teil 1)“

  1. Oh der feine Herr arbeitet mit Cliffhanger! Immerhin hast Du mich dazu gebracht auf der Soundcloud-Seite der DJane „je ne parle pas francaise“ anzuhören – ich muss sofort einen Punkrockexorzisten anrufen … Beat on the brat beat on the brat beat on the brat with the baseball bat. Interessant auch Deine Einfusstechnik am Eich Bass Board. Wenn wir uns jetzt gegenseitig dauernd Komplimente machen werden wir in einer Endlosschleife verschluckt. WEITERMACHEN! „What drew me to bass in the first place is my ability to play very good mediocre guitar.“ – Mike Dirnt

    1. Cliffhanger? Klar, für meine Leser ist mir kein Trick zu billig. Tut mir leid, dass du dich weiter in die Seite der Nachwuchs-DJane geklickt hast. Aber Chapeau, habe ich mich nicht getraut! Den Fuß hatte ich übrigens schnell wieder vom Board genommen – hat beim Drauftreten immer so komisch gebrummt. Und wenn du keine Komplimente mehr willst, OK. Ich kann auch anders! „I’m a really nice guy!“ – Alice Cooper

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